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Erlebnis Ölmalerei

Seit Jahrhunderten ist die Ölmalerei eine der beliebtesten Maltechniken, denn ihr größer Vorteil liegt in der Flexibilität der Ölfarbe: Weil die Farbe auf der Leinwand nur langsam trocknet, erlaubt sie stets, Korrekturen und Veränderungen vorzunehmen, frei mit der Farbe zu experimentieren und neue Ideen in jedem Stadium einzubringen.

Was ist Ölmalerei?


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Die Anziehungskraft der Ölfarben ist auf deren weiche Konsistenz und Geschmeidigkeit zurückzuführen. Sie bereiten bei ihrer Verarbeitung mit dem Pinsel ein ganz besonderes Vergnügen. Es macht einfach großen Spaß, Schicht für Schicht ein Bild aufzubauen oder einen winzigen weißen Farbtupfer genau dahin zu setzen, wo er den Rand eines Blütenblattes betont.
Ölfarbe besteht aus gemahlenen Farbpigmenten, die mit Mohn- oder Leinöl zu einer dicken, butterähnlichen Paste gemischt werden. Sie kommt gebrauchsfertig aus der Tube, aber man sollte sie mit Leinöl oder Terpentin verdünnen, weil sie so leichter zu verarbeiten ist.
Durch Ölverdünnung wird das Bild glänzender; mehr Terpentin lässt es stumpfer erscheinen. Gebräuchlich und praktisch sind Malmittel, die Terpentin und Leinöl in einem festgelegten Verhältnis enthalten. Mit der Zeit werden Sie schnell sicher darin, wie Sie die Farbe verdünnen müssen, um den gewünschten Effekt zu erzielen

Akzente in Öl

Es ist äußerst spannend auszuprobieren, wie die Ölfarbe sich mit dem Pinsel oder Spachtel auftragen lässt. Wenn Sie direkt mit der Farbe aus der Tube arbeiten, können Sie mit großen Pinselstrichen stark strukturierte Farbflächen auf die Leinwand setzen. Wird die Farbe verdünnt, können damit feinere Linien und Details gemalt werden.
Das langsame Trocknen der Ölfarbe bietet einige große Vorteile. Obwohl einige Farbtöne schneller als andere trocknen, bleiben sie alle lange genug feucht, um mit ihnen Effekte auf der Bildoberfläche zu erzielen, wie sie mit keinem anderen Malmaterial möglich sind. Sie können ,,alla prima“ malen und dabei frei und spontan die frischen Farben gleichzeitig auf der nicht grundierten Leinwand verarbeiten. Sie können die Farbe auch geradewegs aus der Tube auf die Leinwand drücken und sie dann mit dem Spachtel oder einem Messer ,,modellieren“, Dadurch bekommt man eine sehr kräftig und lebhaft strukturierte Oberfläche; eine Malweise, die man ,,impasto“ nennt.
Wenn einmal etwas schiefgehen sollte, können Sie die Farbe abkratzen und die Malfläche mit einem Lappen und etwas Terpentin reinigen. Sogar wenn das Ölgemälde schon trocken ist, können Sie darauf entweder weiter- oder es auch ganz neu übermalen. Nehmen Sie sich für Ihre ersten Ölstudien viel Zeit, um den Reiz und die Herausforderung des Materials wirklich zu erfahren. Dazu kann ein Sonntag dienen, wenn Sie Zeit und Muße haben.
Auch Paul Gauguin hat als Sonntagsmaler begonnen, bis er so sehr von der Ölmalerei gefangen genommen wurde, dass er sein Leben als Börsenmakler aufgab und nach Tahiti zog, um in diesem Paradies zu leben und zu malen.

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